Die graue Maus und der Respekt. Über Traiskirchen und die Lehren der Vienna-Partie.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 18. August 2021 (01:02)

Mit hängenden Köpfen saßen die Traiskirchen-Spieler am Freitagabend am Spielfeld. Trotz knapp 80-minütiger numerischer Überlegenheit musste sich der FCM der Vienna 0:1 geschlagen geben. Das sollte nicht passieren. Es war eine vergebene Chance. Dennoch muss Traiskirchen das Positive mitnehmen. Gegen einen der beiden Titelfavoriten war Traiskirchen die bessere Mannschaft. Das hätten auch in numerischer Überzahl nicht alle Teams der Regionalliga geschafft.

Das Fazit fällt ähnlich zur Vorsaison aus, als Traiskirchen gegen Stripfing unglücklich mit 0:1 verlor. Ein Eutzerl fehlt zur absoluten Ligaspitze einfach noch. Aber Traiskirchen war wieder einen kleinen Schritt näher dran am großen Schocker für die Konkurrenz.

Und auch wenn die Enttäuschung groß war, stimmt die Richtung, in die sich Traiskirchen sportlich entwickelt. Es darf keiner vergessen, welche Rolle Traiskirchen noch vor 17 Monaten spielte. Da steckte der Verein mittendrin im Abstiegskampf, streifte dann sein graues Maus-Image ab und verschaffte sich in der Liga gehörig Respekt.