Die Hoffnung stirbt zuletzt. Stefan Jedlicka über den Verkauf der Martinek Kaserne.

Von Stefan Jedlicka. Erstellt am 07. Februar 2017 (05:00)

Noch heuer, oder spätestens 2018 wird die Martinek Kaserne einen neuen Eigentümer erhalten. Meint jedenfalls Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und (Zweck-)Optimismus ist jedenfalls besser als Resignation. Sonst spricht aber derzeit wenig dafür, dass sich die mutige Prognose des Ministers bewahrheiten könnte.

Die Kombination aus stattlichem Kaufpreis, immer schlechter werdendem Zustand des Objektes und restriktiven Vorgaben der Stadt für die künftige Nutzung, machen die Lage nicht einfach. Hätte man sich seitens der Stadt nicht erst konkret mit dem Thema befasst, als die letzten Soldaten schon ihre Ausrüstung aus der Kaserne trugen, wäre mehr möglich gewesen.

Der Neubau der Pädagogischen Hochschule läuft am verkehrstechnisch kaum günstigeren Standort in der Mühlgasse, statt als Initialzündung für den so gerne geforderten „Bildungscampus Martinek Kaserne“ dienen zu können. Wer weiß, vielleicht wäre dann auch eine Fachhochschule in Baden realistisch gewesen. Dafür hätten die Weichen aber schon früher gestellt werden müssen.