Ein Kampf auf allen Linien. Über die Problemfelder bei den Traiskirchen Lions.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 21. Oktober 2020 (01:45)

Alles sollte besser werden. Das war der Tenor bei den Traiskirchen Lions bei einer Pressekonferenz vor wenigen Wochen. Sportlich erinnert die aktuelle Situation frappant an die letzte Saison. Die Stimmung ist gut, hört man. Einerseits fast schwer vorstellbar, andererseits gut, wenn es so ist. Zumindest abseits des Courts. Beim Basketball selbst gehören die Samtpfoten eingepackt. In der jetzigen Lage braucht es Alphatiere, die vorne wegmarschieren. Das Löwenherz in die Hand nehmen, wenn es wichtig wird.

Das funktionierte bei Filip Kukic und Dani Koljanin in Ansätzen. Die anderen Imports enttäuschten. So bleibt das Motto im Lions Dome: Hoffen auf Shawn. Ray ist aber noch nicht fit und kann mit 40 Jahren auch nicht mehr die Antwort auf jedes sportliche Problem sein. Als Alternative bleibt aber wohl nur trainieren und hoffen. Erschwerend kommt hinzu, dass die wohl unabwendbaren Geisterspiele das ohnehin nicht prall gefüllte Lions-Börserl weiter durchlöchern. Obmann Ernst Nemeth versucht nun wach zu rütteln und betont, dass dieses Szenario auch den Spielbetrieb gefährdet. So heißt es nicht nur am Court laufen und kämpfen, sondern noch mehr als bisher auch im Hintergrund. Jeder, dem etwas an diesem Verein liegt, sollte mithelfen. Sonst geht es bald schon um das nackte Überleben der Löwen.