Hoffentlich nicht verkalkuliert. Alexander Wastl über den Aderlass bei Casino Baden.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 07. Februar 2017 (05:00)

Den Titelkampf hat man bei Casino Baden trotz Platz drei im Herbst aufgegeben. Verständlich, denn das Spitzenduo bestehend aus Ortmann und Marienthal liegt mit sieben Punkten Vorsprung doch schon etwas außer Reichweite.

Zudem versuchten beide Teams, ihrem Kader im Winter weitere Qualität hinzuzufügen. Nachvollziehbar, dass Baden beim „Wettrüsten“ nicht mitmachte. Unverständlich allerdings, dass man noch dazu aus jeder Mannschaftsreihe – abgesehen vom Tor – einen Leistungsträger ziehen ließ und nicht einmal den Versuch anstellte, diese Abgänge zu kompensieren.

Wurglitsch, Zehenthofer und Köberl: Das sind zusammengerechnet acht von achtzehn Badener Toren im Herbst, die im Frühjahr fehlen werden. Der Titelkampf ist zweifelsohne abgehakt, selbst Platz drei zu halten wäre schon ein kleines Wunder.

Baden muss aufpassen: Rang drei hört sich komfortabel an. Tatsache ist aber, dass den Badener AC und Eichkogel (11.) nur sechs Punkte trennen. Auf den Vorletzten aus Gloggnitz sind es zehn Punkte.

Beim Verein dürfte man sich jedenfalls in Sicherheit wähnen, sonst hätte man die bewusste Reduktion der Kaderqualität nicht einfach so in Kauf genommen. Hoffentlich hat man sich nicht verkalkuliert ...