Interner Streit findet kein Ende. Über den tiefen Fall der Berndorfer Sozialdemokratie.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 24. Februar 2021 (03:45)

Das Drama der Berndorfer SPÖ geht weiter. Vor einem Jahr verlor die bislang allein regierende SPÖ die Macht in der Krupp stadt. Vorausgegangen war dem Verlust des Bürgermeistersessels ein desaströses Gemeinderatswahlergebnis, mit einem Minus von sieben Mandaten. Dass man trotzdem stimmenstärkste Partei blieb, war ein schwacher Trost.

Begonnen hat das Drama schon vor sechs Jahren. Immer wieder gab es Querelen innerhalb der SPÖ, weder der damalige Bürgermeister Hermann Kozlik noch die Partei- & Fraktionschefs konnten Ruhe hineinbringen. Dass nun drei weitere Mandatare der Fraktion den Rücken kehren, trifft die krisengeschüttelte Partei ins Mark. Wie üblich bei internen Streits, werden sich die Dritten freuen – in dem Fall die Viererkoalition mit Bürgermeister Franz Rumpler (ÖVP) an der Spitze. Von der einstigen stolzen roten Hochburg verbleibt nur mehr der traurige Rest von 9 Mandaten, der sich von dieser Niederlage nicht so rasch erholen wird.