Jeder muss auf Tempo achten

über den Wunsch nach Temporeduktionen.

Erstellt am 14. Juli 2021 | 03:37

Redet man als NÖN-Journalistin mit Menschen, kommt vielerorts die Klage: „Bei uns wird durch die Ortschaft viel zu schnell durchgefahren.“ Dem folgt meist die Forderung nach einer Tempobeschränkung, vor allem dann, wenn es sich um Landes- oder Bundesstraßen handelt.

Doch gerade bei überörtlichen Straßen blitzen Gemeindevertreter mit ihrem Wunsch nach Tempo 50 bei den entsprechenden Behörden oft ab.

Wenn Bürgermeister dann selbst kreativ werden und nach Lösungsmöglichkeiten suchen, um die motorisierten Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren, schreitet – so wie im Fall Blumau Neurißhof – die Bezirkshauptmannschaft ein und lässt die von der Gemeinde aufgestellten Hinweistafeln als Verkehrshindernis entfernen.

Ein Teufelskreis, der nur dann durchbrochen werden kann, wenn sich jeder Autofahrer selbst an der Nase nimmt und darauf achtet, dass sein Fahrverhalten so ist, wie er es sich von Autofahrern wünscht, die durch seine Gemeinde fahren.