Lieber Radweg als Abschneider. Stefan Jedlicka über den Verkehr im Helenental.

Von Stefan Jedlicka. Erstellt am 14. Februar 2017 (05:00)

Schneller durch die „Zeman-Kurve“? Die zahlreichen Pendler, die das Helenental tagtäglich passieren, werden es mit Freude hören. Das Land NÖ will die Engstelle bei Alland verbreitern und begradigen. Aus Gründen der Sicherheit, wie man betont.

Wird stimmen. Eine breitere Fahrbahn erleichtert das Überholen schwerfälliger LKW und senkt damit wohl auch das Unfallrisiko. Unglaubwürdig klingt es allerdings, zu meinen, damit erhöhe man nicht auch die Attraktivität der Strecke als Abkürzung zwischen Süd- und Westautobahn. Zumal weitere „Kurvensanierungen“ im Tal folgen sollen.

Die Instandhaltung der Straße ist wichtig, ihr Ausbau nicht. Zu viel Verkehr rollt schon durch das Naherholungsgebiet. Eine Alternative zur bestehenden Autobahnverbindung zu schaffen, ist nicht im Sinne einer modernen Verkehrsplanung. Das Land forciert – lobenswerterweise – einerseits den Bau des Radweges durchs Tal, will dann aber gleichzeitig die Attraktivität als Durchzugsstrecke für PKW und die potenzielle Geschwindigkeit erhöhen? Das passt nicht zusammen.