Missverständnis von Beginn an. über die Trennung von Michel Sandic und Bad Vöslau.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 07. Juli 2021 (00:39)

Im Winter kehrte Michel Sandic zurück nach Bad Vöslau, hätte neben Sascha Steinacher ein Garant für den Klassenerhalt werden sollen. Es kam anders, weil Corona zuschlug, blieb Bad Vöslau quasi kampflos in der 2. Landesliga. 2021/22 will Bad Vöslau wieder eine gewichtigere Rolle spielen, ohne Sandic.

Beide Seiten gehen getrennte Wege. Einvernehmlich, weil Sandic mehr wollte, als bloß Spieler sein. Er macht kein Geheimnis draus, dass er als Trainer Fuß fassen will. Der Verein ortete ein Konfliktfeld mit dem Trainerduo Dukic/Steinacher, entschärfte es, bevor es im Saisonverlauf explodiert. Warum es nicht möglich war, Sandic als Nachwuchs-Betreuer zu integrieren, wirft allerdings Fragen auf. Viele Vereine würden einen Kampfmannschaftsspieler, der sich im Verein engagiert, gerne haben.

Sandic wird nun (wahrscheinlich) bei seinem Ex-Coach Thomas Darazs in Traiskirchen als KM II-Co- und Jugendtrainer arbeiten. Vöslau sorgt mit den Abgang womöglich für mehr Ruhe, verliert sportlich aber einen wichtigen Mosaikstein für eine erfolgreiche Saison.