Nachwuchs für bessere Zukunft. Über die Nachwuchsthematik beim ASV Baden.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 28. Oktober 2020 (01:45)

Ein Sportverein hat einen gesellschaftspolitischen Auftrag. Einerseits einen Treffpunkt für die Menschen schaffen, andererseits vor allem dem Nachwuchs ein Betätigungsfeld bieten. Während Punkt eins in Corona-Zeiten schwierig ist, steht Punkt zwei nicht umsonst als Bedingung für die Geisterspielförderung des Landes NÖ.

Genau aus diesem Grund würde der ASV Baden (wenn er Geisterspiele durchführen würde) um die Förderung umfallen. Aktuell gibt es kein einziges kickendes Kind im Verein. Während ländliche Abwanderungsgemeinden immerhin noch ein paar Nachwuchsteams zusammenkratzen, mit einer Handvoll Neugeborener pro Jahrgang, steht der Nachwuchsbetrieb bei einem Verein in einer 25.000 Einwohner-Stadt still. Ein Armutszeugnis.

Beim ASV müssen sich die Funktionäre eingestehen, diesem Thema in den letzten Jahren zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet zu haben. Damit der Verein eine bessere Zukunft hat, braucht es Jugendarbeit. Das sollte für die Verantwortlichen das oberste Ziel sein. Denn mit Auswärtigen ein Team für die letzte Klasse zu formen, ist ein Krampf. Und zu guter Letzt wäre der Verein mit der Erfüllung seines gesellschaftspolitischen Auftrags für die öffentliche Hand förderwürdig.