Neue Bühne mit neuen Rollen. Über eine in mehrerer Hinsicht außergewöhnliche Sitzung.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 20. Mai 2020 (03:14)

Es war ein historischer Moment. Erstmals fand die Gemeinderatssitzung nicht im Badener Rathaus, sondern in der Halle B statt, einem Veranstaltungssaal, in dem sonst Konzerte, Clubbings und Theateraufführungen stattfinden. Diesmal tagte hier aus coronabedingten Platzgründen der Gemeinderat.

Auch sonst war die Sitzung außergewöhnlich. Die Diskussion verlief weitgehend sachlich und ruhig. Kein Vergleich zu früheren verbalen Auffälligkeiten so mancher Oppositionsvertreter. Oft meldete sich diesmal Helmut Hofer-Gruber zu Wort, der bis vor der letzten Wahl als NEOS-Mandatar ein Teil der Stadtkoalition mit ÖVP und Grünen war. Diesmal agierte er angriffslustig, was bei den anderen Oppositionsparteien mit Häme beobachtet wurde. Einige Male wurde er dabei auch gerne missverstanden. Da war offenbar die Schelte wichtiger als inhaltliches Zuhören. Hofer-Gruber und seine Mitstreiterin Gertraud Auinger-Oberzaucher fielen vielmehr durch konstruktive Kritik auf als durch Populismus.