Neues System mit Fragezeichen. Über die Änderung der Impfstrategie des Landes in Baden.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 14. April 2021 (03:45)

Seit Jänner ist die Sporthalle Baden eine Teststraße wie im Bilderbuch. Eine große Zahl Freiwilliger, deren Zeit nach dem gängigen Entlohnungsschema vergütet wird, sorgt für ein reibungsloses Testen an vier Tagen die Woche. Dazu werden seit kurzem an den anderen Tagen auch Covid-19-Impfungen durchgeführt. Auffallend ist die Freude, die die Helfer an den Tag legen, trotz der oft zahlreichen Test- und Impfwilligen.

Nun hat das Land NÖ die Strategie geändert und richtet 20 landesweit koordinierte Impfzentren ein. Bisherige Impfstraßen wie Traiskirchen werden geschlossen, übrig bleibt das Impfzentrum in Baden, aber nach Richtlinien des Landes. Warum muss ein bislang gut funktionierendes System geändert werden? Anzunehmen ist, dass eine zentrale Logistik bei der zu erwartenden Steigerung an Impfstoff-Liefermengen für eine raschere Durchimpfung sorgen kann. Das neue System muss sich erst beweisen. Wichtig ist, dass auch die Ärzte weiterhin impfen dürfen.