Nur mit Ruhe und Realismus. Über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Lions.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 24. Juni 2020 (02:34)

20 Jahre ist es her: Da jubelten die Traiskirchen Lions über das Double aus Meisterschaft und Cup. 2001 folgte ein weiterer Cuptriumph. Knapp zwei Jahrzehnte sind seitdem vergangen, zwei Jahrzehnte, in denen die Lions vergebens auf einen weiteren Titel warten.

Auf der Wall of Fame im Lions Dome hängen die Trikots der Helden von damals – Hajda, Maticky und Fritz. Ausgerechnet in seiner Premierensaison erlebte der Lions Dome sein bisher einziges Meisterstück. Ob es solch goldene Zeiten im Lions Dome noch einmal zu feiern gibt? Realismus ist angesagt. Finanziell fehlt auf die heimischen Top-Vereine doch etwas, das wird sich auch nach der Krise, beziehungsweise in der neuen Saison, nicht grundlegend ändern. So lange sich kein größerer Sponsor findet, bleibt es auch dabei. Und die Sponsorensuche wird aufgrund der Coronafolgen eben nicht leichter.

Die Zukunft muss der junge Weg sein, der in der Abbruchsaison bereits gegangen wurde. Die erste Erkenntnis: Es braucht schon zwei, drei Routiniers, um sportlich konkurrenzfähig zu sein. Gelingt das, können sich die Lions kurz- und mittelfristig im Mittelfeld der Liga festigen. Die glanzvolle Geschichte ist im Moment eben Vergangenheit. Nur mit Geduld und Realismus lassen sich irgendwann neue Heldengeschichten schreiben.