Plötzlich viele Fragezeichen. Stefan Jedlicka über den Rücktritt von Bürgermeister Kurt Staska.

Von Stefan Jedlicka. Erstellt am 20. September 2016 (05:51)

Wenig verbindet Kurt Staska mit seinem Vorgänger als Bürgermeister und VP-Obmann, August Breininger. Die einstigen Weggefährten sind zu erbitterten Gegnern geworden. Mit seinem Rücktritt hat Staska nun die ÖVP aber fast ebenso überrascht wie einst Breininger.

Fast. Denn dass die internen Differenzen in der Volkspartei dem Bürgermeister immer mehr zusetzten, war kein Geheimnis. Das Fass zum Überlaufen gebracht haben dürfte nun der Streit um das kritisierte Wohnbauprojekt in der Trostgasse. Die angekündigte Reduktion der Gebäudehöhe um ein Stockwerk war wohl ein Rettungsversuch, um zu verhindern, dass VP-Mandatare den eigenen Antrag blockieren, wie dies schon im Bauausschuss passiert ist.

Kurt Staska wollte nie Bürgermeister werden. Er ließ sich dazu überreden, um in einer Koalition mit den Grünen den Bürgermeister-Sessel für die ÖVP zu retten. Ob diese Koalition nun hält, ist offen. Es gibt nicht nur Befürworter dafür in der Volkspartei. Noch unklarer ist aber die Nachfolgefrage: Koprax? Gehrer? Hornyik? Jeitler-Cincelli? Einen eindeutigen Thronfolger gibt es nicht.