Sicherheit ist subjektiv. Stefan Jedlicka über Kriminalität in Baden und den Umgang damit.

Von Stefan Jedlicka. Erstellt am 01. November 2016 (05:08)

Wie sicher ist Baden? Welche Antwort man auf diese Frage erhält, ist ganz wesentlich davon abhängig, wem und wo man sie stellt. Denn während man im Rathaus nicht müde wird, zu betonen, dass die Stadt zu den sichersten Österreichs zähle, berichten Badener immer wieder von Einbrüchen und Diebstählen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Sicherheit ist subjektiv. Das persönliche Empfinden hängt von eigenen Erlebnissen und Erzählungen aus dem Bekanntenkreis ab. Statistiken der Exekutive werden da mitunter angezweifelt oder als „geschönt“ empfunden.

Das ist oft ungerecht. Solche Vorurteile werden aber dadurch gefördert, dass über Delikte in Baden manchmal gezielt nicht informiert wird. Wenn Straftaten dann „am Stammtisch“ berichtet werden, setzt sich die Meinung fest, hier werde bewusst etwas verschwiegen. Da hilft auch ein neu eingesetzter Sicherheitsgemeinderat nicht. Was aber hilft – das zeigen die Statistiken deutlich – ist Eigenverantwortung. Wer sein Heim schützt und Nachbarn dabei hilft, dient der Sicherheit in seiner Umgebung mehr als durch das Verbreiten von Gerüchten.