Solidarität mit Biobauern. Über Hahnen-Krähen in Traiskirchen, das vor Gericht landet.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 28. April 2021 (03:45)

Ein Biobauer am Stadtrand von Traiskirchen musste sich vor Gericht verantworten, weil das Krähen seiner Hähne einen in der Nähe wohnenden Anrainer stört.

Es ist ein sonderbarer Fall und zeigt, dass Landleben und Natur in Stadtnähe nicht von allen geschätzt werden. Es gibt zahlreiche Gerichtsfälle zu dem Thema und nicht immer gehen sie zugunsten der Halter von Hähnen aus, aber grundsätzlich muss das Krähen als ortsüblich angesehen werden, wenn der landwirtschaftliche Betrieb schon länger existiert. Der betreffende Anrainer, der sich gestört fühlt, ist über 300 Meter entfernt, sonstige Beschwerden anderer Bewohner gibt es nicht. Im Gegenteil, die anderen Stadtrandsiedler solidarisieren sich mit dem Biobauern.

Ein fahler Nachgeschmack bleibt immer, wenn gleich Rechtsmittel ergriffen werden, anstatt zuerst das persönliche Gespräch zu suchen. So bleibt der Biobauer Zielscheibe des Klagsbetreibers. Er darf sich nicht unterkriegen lassen.