Spitze braucht auch die Basis. Über das Verhältnis Spitzen- zu Breitensport

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 17. Juni 2020 (01:23)

Der Badener Fußballbezirk darf stolz sein. Etwa auf den Schönauer Pascal Petlach, der mit seinem ersten Bundesliga-Tor das erste Mal so richtig auf sich aufmerksam machte. Petlach ist aber nicht der Einzige. In den letzten Jahren brachte der Bezirk einige Diamanten zur Tage: angefangen vom Badener Jimmy Hoffer, über den Teesdorfer Raphael Holzhauser oder den Traiskirchner Louis Schaub, bis hin zu den Youngster wie Vesel Demaku (Austria), Lion Schuster (Rapid), Marco Kadlec und Onurhan Babuscu oder eben Petlach (alle Admira).

Der Weg in Profi-Sphären ist unbestritten ein langer, schwieriger. Alles beginnt aber zumeist im eigenen Heimatort. Im Idealfall bei einem Verein und einem Nachwuchs-Trainer, die Top-Talente erkennen und fördern. Um diese Nadeln im Heuhaufen zu finden, braucht es aber eben auch einen funktionierenden Nachwuchs-Apparat. Wer viele Kinder zum Sport bringt, hat auch größere Chancen einen späteren Bundesliga-Profi zumindest ein Stück des Weges zu begleiten.

Dafür brauchen die Vereine gerade jetzt aber gewisse Voraussetzungen: die Chance zu spielen und finanzielle Unterstützung. Denn wer auf die Breite vergisst, wird irgendwann auch keine Spitze mehr haben.