Sport für das Kindeswohl. Über die Wichtigkeit von Nachwuchs-Training.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 20. Mai 2020 (02:23)

Seit 15. Mai sind die Sportstätten wieder geöffnet und zumindest den Kindern muss es ermöglicht werden, dort auch Sport zu betreiben. Denn wer will die Kinder bewegen, wenn es nicht einmal die Sportvereine wollen? In den Schulen gibt es aktuell noch keinen Sportunterricht. Der gesellschaftspolitische Auftrag für die Vereine wird in Zeiten von Corona-Lockerungen also noch einmal deutlich größer. Die Verantwortung allerdings auch.

Was passiert, wenn sich ein Kind beim Training mit Corona infizieren sollte, ist ein Trainer oder ein Obmann haftbar? So heikel die Frage ist, so einfach ist die Antwort. Wenn die Vorgaben eingehalten wurden – Nein. Die Empfehlungen des ÖFB sind in der Praxis leicht umsetzbar, bis auf die exakte Einhaltung des Zwei-Meter-Abstands. Hier muss die Regel gelten, mit bestem Gewissen zu handeln. Die klare Botschaft muss sein: Wer sich an die Regeln hält, erfüllt nicht nur eine wichtige Funktion am Weg in die Normalität, sondern hat auch rechtlich nichts zu befürchten.

Sportlicher Eifer ist in dieser Phase hingegen völlig unangebracht. Einerseits muss jeder Spieler, bzw. jeder Erziehungsberechtigte der Nachwuchs-Kicker individuell entscheiden dürfen, ob ein Training in dieser Phase sinnvoll ist. Andererseits ist es nicht an der Zeit, sich einen vermeintlichen sportlichen Vorteil durch Zweikampftraining zu erschwindeln.

Auch nur das Ausreizen von möglichen Grauzonen gehört bestraft. Denn das Wohl des Kindes steht an oberster Stelle. Dieses soll ein Sportverein fördern und nicht gefährden.