Totgeglaubte leben länger. Alexander Wastl über die Überraschungsmannschaft des ASC Leobersdorf.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 29. August 2017 (05:00)

Die Wenigsten hätten dem ASC Leobersdorf vor der Saison den Klassenerhalt in der 1. Klasse Süd zugetraut. Zu groß sei der Aderlass gewesen, zu schwerwiegend der Verlust zahlreicher Leistungsträger der Meistermannschaft.

Absolut niemand hat damit gerechnet, dass die Leobersdorfer nach drei Runden sieben Punkte am Konto haben und sich im oberen Tabellendrittel einnisten. Neo-Trainer Jürgen Eidler und auch Sportlicher Leiter Christian Mateju haben alle Zweifler eines besseren belehrt.

Die Neuzugänge rund um Stefan Mjka und Christof Schoiswohl – beide wurden unter anderem von der Admira ausgebildet – konnten die Abgänge von Güzel, Schweiger und Co. vergessen machen. Da hat Mateju ganze Arbeit geleistet.

Auch vor Eidler ist der Hut zu ziehen: Er hat eine rundum erneuerte Truppe in nur wenigen Vorbereitungs-Wochen konkurrenzfähig für eine höhere Liga gemacht. Lob gebührt natürlich auch der Mannschaft selbst.

Die hat in Wiesmath bewiesen, dass die beiden Siege in den ersten Runden keine Zufallsprodukte eines euphorisierten Aufsteigers waren. Das man in Wiesmath einen 0:3-Rückstand aufholt, zeugt von großem Charakter innerhalb der Truppe – und Qualität. Totgeglaubte leben bekanntlich eben länger ...