Überraschung mit Potenzial. Über die Trainer-Bestellung in Traiskirchen.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 05. August 2020 (02:45)

Am Ende wurde es eine Überraschung: Viele Namen waren bei Traiskirchen als Nachfolger von Oliver Lederer im Gespräch. Mit Ex-Schwechat-Coach Markus Bachmayer und dem bisherigen Co-Trainer Maximilian Doller wurde es ein Underdog-Duo, das gegenüber renommierten Kandidaten das Rennen machte.

Auf den ersten Blick löst die Lösung freilich Stirnrunzeln aus. Auf den zweiten kann sie durchaus Sinn machen. Denn die wichtigste Anforderung ist es die Spielidee von Ex-Coach Oliver Lederer auf den Platz zu bringen. Doller, der diese Philosophie mitentwickelte, im Trainerteam zu halten, war deshalb aufgelegt. Mit Markus Bachmayer – er verfügt über die nötige A-Lizenz – bekommt Doller nicht den ganz großen Namen als Partner. Aber jemanden, der den FCM in den letzten Jahren verfolgte. Schon zu Robert Haas-Zeiten war Bachmayer ein Kandidat für das Trainerteam.

Eine Duo-Lösung ist im Fußball kein neues Phänomen. Die Beispiele, in denen es funktionierte, gibt es. Was es dafür braucht: eine klare Rollenverteilung, ein gutes zwischenmenschliches Verhältnis und den richtigen Umgang mit dem Lederer-Erbe – Festhalten auf der einen, Weiterentwickeln auf der anderen Seite. Dann kann Traiskirchen nicht nur mit der Trainerbestellung, sondern auch die Gegner überraschen.