Wo ist nur das Löwenherz?

über die sportliche Situation bei den Traiskirchen Lions.

Erstellt am 31. März 2021 | 08:41

Der geneigte Basketball-Beobachter dachte sich in dieser Saison schon oft, dass die Traiskirchen Lions am Tiefpunkt angekommen sind. Ebenso oft bewiesen die Löwen, dass es noch schlechter geht. Zuletzt gegen die Timberwolves. Mit so einer Leistung ist auch der sportliche Abstieg nicht mehr reine Theorie, sondern eine echte Bedrohung.

Wer Schuld an der Talfahrt hat? Alle! Es alleine an Obmann Ernst Nemeth oder an Coach Markus Pinezich festzumachen, wäre zu billig. Nemeth kann die Verantwortung nicht völlig abschieben, auch wenn er sich in sportliche Belange seit dieser Saison nicht mehr einmischt. Zumindest diese Entscheidung war ein Fehler. Pinezich ist zweifelsohne akribisch und fachkundig, muss sich aber eingestehen, dass es an Autorität und Aura hapert. Ansonsten könnten die Spieler seine Ideen wohl besser umsetzen.

Und die Spieler, die der Coach zuletzt der Arbeitsverweigerung bezichtigte? Die haben vielleicht nicht die Qualität, um mit den Top-Teams der Liga mitzuhalten. Da darf eines der kleinsten Liga-Budgets eine Ausrede sein. Nicht aber für blutleere, lustlose und desinteressierte Auftritte, wie am vergangenen Mittwoch gegen die Timberwolves. Das gilt es in der Relegation besser zu machen. Und wenn das Löwenherz schon nicht für Verein, Obmann oder Trainer schlägt, dann hoffentlich zumindest für die eigene Reputation.