Konflikte sind vorprogrammiert. Über einen neuen Radweg und die Problematik im Helenental.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 06. August 2019 (03:25)

Neue Radwege sind immer zu begrüßen, so auch der Plan, zwischen Heiligenkreuz und Gaaden einen solchen zu errichten. Hervorzuheben ist dabei die bezirksweise Zusammenarbeit, ohne die ein solches Projekt zum Scheitern verurteilt wäre. Das jüngste Vorhaben wirft aber auch die Frage auf, wer soll diese Radwege nutzen dürfen? Viele Autofahrer sehen in ihnen ein willkommenes Mittel, zügiger voranzukommen.

Allerdings müssen sportliche Radfahrer nicht auf einem extra als Radweg gekennzeichneten Weg fahren. In der Straßenverkehrsordnung ist festgesetzt, dass sie für sogenannte Trainingsfahrten auf der Straße unterwegs sein dürfen, auch nebeneinander. Das ist vielen Kfz-Lenkern, vor allem im Helenental, ein Dorn im Auge. Nicht selten kommt es zu Konflikten. Auch aus diesem Blickwinkel betrachtet, macht die aktuell nach Unfällen wieder verstärkt geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung Sinn. Die kurvenreiche Straße im Helenental darf keine Autorennstrecke sein.