Mehr Fairness und Diskurs. Über die Rolle der Bürgerliste in der Stadtpolitik Badens.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 03. März 2020 (04:05)

Jowi Trenner hat schon bedeutend bessere Tage gesehen. Die Wahlniederlage – mit einem Minus von vier Mandaten – hat ihn schwer getroffen, dazu kommt der Abgang seiner bisherigen treuen Weggefährtin Christine Witty aus gesundheitlichen Gründen. Die Auflösung bzw. Übergabe seiner Bürgerliste stand im Raum. Nun hat Trenner aber sein Team umgestellt und kämpft weiter.

Baden braucht eine aktive, aber faire Opposition. Das bisherige Dauerkritisieren und Jammern auf hohem Niveau – Stichwort das unsägliche Wahlkampfmotto der Bürgerliste „Baden in Not“ – müssen aber der Vergangenheit angehören. Die schwarz-grüne Stadtregierung wiederum ist aufgerufen, künftig nicht mehr, wie üblich, so manch vernünftige (Dringlichkeits)-Anträge der Opposition pauschal abzulehnen. Hier ist oft mehr Raum zur Debatte wünschenswert, ebenso eine öffentliche Beantwortung von Anfragen der Oppositionsparteien. Im sachlichen Diskurs liegt die Zukunft der Stadtpolitik.