Nicht allen ist Friede vergönnt. Über fehlende Solidarität kurz vor Weihnachten.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 23. Dezember 2020 (04:51)

Weihnachten steht vor der Türe. Es ist eine sensible Zeit, wenn es um Ungerechtigkeiten und Nächstenliebe geht. Zu Weihnachten soll alles friedlich sein, Störungen des gesellschaftlichen Miteinanders sollen vermieden werden.

Und trotzdem ist in Bad Vöslau eine irakische Familie, die humanitäres Bleiberecht zuerkannt bekommen hat, auf Herbergsuche. Die offiziellen Stellen kümmern sich nicht mit der Energie um die Familie, die ihr zustehen würde. Also muss wieder die Zivilgesellschaft helfend einspringen. Das ist zwar sehr löblich, wäre aber Aufgabe der Landes- und Bundesebene.

Hier setzt sich auf lokaler Ebene fort, was sich weltweit und in Europa zur Zeit im Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos abspielt. Dort müssen Familien in fürchterlichen Verhältnissen dahinvegetieren und viele Gemeinden bei uns, die Menschen aufnehmen würden, dürfen das leider nicht. Immerhin setzt die Bundesregierung auf Hilfe vor Ort, statt nur wegzuschauen.