Ohne Geld keine Kultur-Events

Andreas Fussi über den Rückzug Badens als Kulturhauptstadt Europas.

Erstellt am 08. Januar 2019 | 03:28
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Graz (2003), Linz (2009) und 2024 Baden? In dem Jahr darf Österreich wieder eine Europäische Kulturhauptstadt ausrichten und Baden hat sich bis zuletzt, unter der Projektleitung von Otto Brusatti, für diesen renommierten Titel beworben.

Ausschreibungsstart war im Juni 2017. Der damalige Bundesminister Thomas Drozda (SPÖ) hatte gemeint, nicht die Größe des Budgets sei ausschlaggebend für die Auswahl, sondern „innovative und mutige Projekte“. An denen wollte Brusatti arbeiten, doch bis auf Unterstützung durch die Stadtführung war er in Baden offenbar allein auf weiter Flur. Und natürlich spielt Geld die wesentliche Rolle. Mindestens 10 Millionen Euro müsste eine Stadt wie Baden budgetieren. Wenn aber bei der Bewerbung von St. Pölten das Land Niederösterreich dahintersteht, erscheint klar, dass Baden keine Chance hat. Der Rückzug ist daher verständlich. Besser ist es, die Ressourcen auf die erhoffte Anerkennung Badens als Unesco-Weltkulturerbe zu bündeln.