Pläne passen nicht ins Ortsbild. Andreas Fussi über die ersten Entwürfe zum neuen Vöslauer-Firmensitz.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 09. Oktober 2018 (03:20)

Groß war die Freude in Bad Vöslau, als heuer die „Vöslauer Lösung“ auf der Liegenschaft beim Café Thermalbad präsentiert wurde. Der Mineralwasserkonzern Vöslauer erwirbt Teile des Areals inklusive der denkmalgeschützen Villa Pereira und errichtet dort seine neue Firmenzentrale mit angrenzender Gastronomie, die sowohl als Mitarbeiterkantine, aber – was für den Bürger der Stadt besonders wichtig ist – auch als öffentliches Lokal zur Verfügung steht.

Seit kurzem sind nun die ersten Pläne des beauftragten Architektenbüros publik geworden – und die verheißen nichts Gutes für das Ortsbild. Moderne Architektur muss möglich sein, und ist auch in Verbindung mit dem altehrwürdigen Baujuwel der Villa Pereira eine erfrischende Gedankenspielerei. Aber die vorliegenden Entwürfe haben mehr Gefängnischarakter als städtebauliche Offenheit. Die Stadtgemeinde ist gut beraten, nicht nur die Revitalisierung der historisch bedeutsamen Villa gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt zu überwachen. Auch die gesamte Neugestaltung muss sich harmonisch in das Ambiente einfügen.