Auf den eigenen Weg besinnen

Über die Trennung von Traiskirchen und Tribuswinkel.

Erstellt am 17. März 2021 | 01:23
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Eine Scheidung hinterlässt immer auch zerschlagenes Porzellan. Da ist eine schnelle Trennung oft besser, da hatte man davor weniger Zeit, um Porzellan ins Haus zu schaffen. Das gilt auch bei der sportlichen Beziehung zwischen Traiskirchen und Tribuswinkel. Die Spielgemeinschaft wird nach weniger als einem Jahr aufgelöst. Die Partnerschaft war von Anfang an ein Missverständnis. Die Trennung ist Wasser auf die Mühlen jener Kritiker, die von Haus aus sagten, dass so eine Gemeinschaft nur einen nutzen könne.

Das Hauptproblem ist mit einem Blick auf die Tribuswinkler Aufstellungen erkennbar. Bis auf das Match in Hirschwang fehlte der Traiskirchner Anstrich. Traiskirchner Nachwuchshoffnungen bekamen keine Chancen. Was auf dem Papier gut aussah, war in der Praxis untauglich.

Was bleibt? Die Erkenntnis, dass der Tribuswinkler Kader doch breit genug ist. Tribus‘ nicht um jeden Preis auf externe Hilfe angewiesen ist. Traiskirchen hat mit dem angekündigten ambitionierten Nachwuchsprogramm hingegen Hoffnung, zukünftig selbst genug Rohdiamanten schleifen zu können.