Das fehlende Puzzle-Teil. Über das Stürmerproblem des ASK Kottingbrunn.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 24. Dezember 2019 (01:09)

Keine Frage: Was der ASK Kottingbrunn im Herbst abgeliefert hat, war richtig gut. Platz zwei hinter Retz, die Haller-Elf ist ein Team das harmoniert und spielerisch überzeugt. Dass der ASK keine Notwendigkeit für eine größere Transferoffensive sieht, ist einleuchtend.

Gerade wenn Trainer Andreas Haller aus dem Vollen schöpfen kann, ist es schwierig, eine wirkliche „Baustelle“ unter den ersten Elf auszumachen. Eine Position – und das weiß Haller auch selbst – bereitet Kottingbrunn aber schon seit Jahren Kopfzerbrechen.

Ein Stürmer mit der Qualität für 20 Saisontore oder mehr fehlt Kottingbrunn auch heuer wieder. Im Herbst konnte der ASK dies als Team gut kompensieren, hält etwa mit Leader Retz was die Anzahl der erzielten Tore (30) betrifft Schritt. Bei den Weinviertlern ist übrigens ein gewisser Jan Schulmeister für bislang 20 der 33 Treffer seiner Truppe verantwortlich. Viele davon erzielte der torgefährlichste Spieler der Landesliga wohlgemerkt per Elfer. Dennoch ist Schulmeister jener „Knipser-Typ“, den Kottingbrunn schmerzlich vermisst.

Das Meister-Puzzle des ASK sieht auch so schon recht vollständig aus. Findet Haller im Winter jetzt auch noch einen Goalgetter, stehen die Chancen sehr gut, dass es Mitte Juni komplett ist.