Das ist des Guten zu viel. Über Zeljko Ristics neuerlichen „Aussetzer“.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 20. August 2019 (05:29)

Zeljko Ristic ist ein Trainer mit „Feuer“. Dass sich die Mannschaft des ASK Ebreichsdorf den Ruf als „Marschierer-Truppe“ mit unbändigem Willen erarbeitet hat, ist sicher ein Verdienst des impulsiven Trainers. Doch Ristic ist nicht nur energisch, sondern auch erfolgreich.

2,19 Punkte pro Partie holte der 42-Jährige bislang in seiner mehr als währenden Amtszeit im Schnitt, sowie in der letzten Saison den Meistertitel in der Ostliga. Über emotionale Aussetzer – die bei Ristic in gewissen Abständen immer wieder vorkommen – sieht man da als Verein natürlich hinweg. Gleichzeitig steht sich der Erfolgstrainer damit aber vor allem selbst im Weg. Denn obwohl Ristic hervorragende Arbeit verrichtet, reißen sich andere (höherklassige) Vereine nicht wirklich um ihn. Dabei wäre ein Engagement – zumindest in einer 2. Liga – durchaus realistisch. Doch eben solche Aussetzer, wie jener gegen den Sport-Club, lassen viele Verantwortliche Abstand von Ristic nehmen. Gewisse Dinge kann man sich gerade im Profibereich, wo noch mehr Öffentlichkeit herrscht, einfach nicht mehr leisten.

Die Emotion ist untrennbar mit der Arbeit von Ristic verbunden. Das ist auch gut so. Ein bisschen weniger würde aber nicht schaden. Denn für den nächsten Schritt als Coach ist es aktuell noch des Guten zu viel.