Dennis Novak hat Blut geleckt. Dominik Schneidhofer über Dennis Novaks Wimbledon-Lauf

Von Dominik Schneidhofer. Erstellt am 10. Juli 2018 (01:46)

Exakt vor einem Jahr lag Dennis Novak noch auf Platz 225. Dass der gebürtige Pottendorfer unbestrittenes Potenzial hatte, konnte nie von der Hand gewiesen werden. Richtig zeigen konnte es das schlampige Genie allerdings kaum.

Bis der Grand Slam anstand. Über die Qualifikation des Rasen-Klassikers in Wimbledon kämpfte er sich bis zur dritten Runde. Da war allerdings gegen den Kanadier Milos Raonic Endstation. Doch Enttäuschung machte sich nicht breit – ganz im Gegenteil. Die Novak-Euphorie stand am Programm. „Geh ma Novak schauen“ war die Devise. Denn selbst die dritte Runde in Wimbledon bleibt für viele Tennisspieler in ihrer Karriere nur ein Wunschtraum. Für Novak war es nach verletzungsreichen Jahren das erhoffte Ausrufezeichen auf internationaler Bühne.

Dennis Novak hat beim wohl bekanntesten Tennis-Turnier Blut geleckt. Raus aus dem Schatten von Dominic Thiem, einer seiner besten Freunde, ist das selbst erklärte Ziel des 24-jährigen. Um aus dem scheinbar riesigen Schatten heraustreten zu können sollte Novak aber auch den Blick zu Sebastian Ofner richten. Denn Ofner war es, der fast exakt vor einem Jahr mit seinen Erfolgen in Wimbledon für Furore sorgte – bis er ebenfalls in der dritten Runde ausschied. Von der damaligen Ofner-Mania ist allerdings nicht viel übrig.