Die gewonnene Euphorie nutzen. Dominik Schneidhofer über die neue Zeiten in Leobersdorf.

Von Dominik Schneidhofer. Erstellt am 27. November 2018 (02:46)

Ein neuer Sportplatz, ein neuer Trainer: In Leobersdorf ist trotz der Roten Laterne so etwas wie eine Aufbruchstimmung bemerkbar. Ob die auch im Abstiegskampf genutzt werden kann? Mit Josef Degeorgi konnte sich der ASC einen durchaus erfahrenen Mann holen. 1982 nahm er bei der WM in Spanien teil, wurde mit Austria Wien drei Mal Meister. Selbst bei der legendären „Schande von Gijon“ gegen die BRD stand Degeorgi am Platz. Seine fußballerische Vita braucht sich keinesfalls verstecken – die zählt als Trainer aber nicht.

Bei seiner letzten Station bei Oberpetersdorf/Schwarzenbach übernahm Degeorgi einen Herbstmeister und klarer Titelfavorit für die Rückrunde. Mit einem Team, das für die Liga mit Ausnahmekönnern bestückt war – den Titel konnte Degeorgi aber nicht holen. In Leobersdorf lernt er nach seinem Intermezzo im Burgenland die andere Seite des Fußballs kennen: Als Tabellenletzter kann gegen jedes Team nur überrascht werden, der Abstiegskampf wird ständiger Begleiter sein. Auf Ausnahmekönner kann Degeorgi nicht bauen. Er wird in der Transferperiode ein gutes Händchen beweisen müssen, um das drohende Unheil abwenden zu können. Ob die neue Anlage ein möglicher Anreiz für Neuzugänge sein wird?