Ein Meister mit Reserven. Über den hart erkämpften Titel des SC Reisenberg.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 18. Juni 2019 (01:49)

Der SC Reisenberg steht erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der Gebietsliga. Trainer Robert Haager und seine Truppe haben somit ihre Pflicht erfüllt. Denn alles andere als der Titel, wäre ob des starken Kaders eine Enttäuschung gewesen.

Ob Bernhard Morgenthaler, (U20-WM-Teilnehmer), Ex-Rapidler Christian Thonhofer, oder Aleksandar Marinkovic (über 150 Regionalliga-Einsätze): Reisenberg fuhr für den Titeltraum die schweren Geschütze auf. Viele Galavorstellungen gab es trotz der „Stars“ in der Truppe aber nicht zu sehen, auch der Titel wurde erst in letzter Runde fixiert. Nach einem katastrophalen Frühjahrsstart sah es sogar danach aus, dass man den sicher geglaubten Titel bereits verspielt hat. Doch Reisenberg schaffte den Turnaround, bewies vor allem im direkten Duell gegen Himberg (4:3-Sieg) Nervenstärke, rief die eigenen Qualitäten rechtzeitig ab und feierte letztlich den Aufstieg. Von einem Selbstläufer kann aber keineswegs die Rede sein.

Fakt ist aber auch, dass Reisenberg sicherlich noch Reserven im Tank hat und schon jetzt (auf dem Papier) genügend Qualität für die Gebietsliga vorhanden ist. Da sind einige potenzielle Neuzugänge im Sommer noch gar nicht miteinkalkuliert. Sorgen muss man sich um Reisenberg also auch eine Etage höher nicht machen.