Ein trauriges Exempel. Über den Spielabtritt von 1.-Klasse-Ost-Verein Wampersdorf.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 27. August 2019 (02:26)

Jedes Fußballspiel braucht einen Unparteiischen, der einen fairen Ablauf garantiert. Jeder Unparteiische benötigt Sportler bzw. Vereine, die dessen (Neben-)Job überhaupt erst ermöglichen respektive über diverse Abgaben auch finanzieren.

Von diesem respektvollen Nebeneinander ist man im Fußballsport aktuell aber weit weg. Zwischen Vereinen und Schiedsrichtern liegt eine große Kluft. Aktuelles Beispiel: Der USC Wampersdorf, welcher sich vom Schiri so verschaukelt fühlte, dass man sogar abtrat. Ein Schritt, der aus sportlicher Sicht zu hinterfragen ist, gleichzeitig aber auch die Ratlosigkeit der Vereine offenbart. Denn meistens sind es nicht die Fehler der Schiris, welche das Fass zum Überlaufen bringen, sondern der Umgang mit ebendiesen. Von den Schiedsrichtern selbst, deren Chefs oder dem Verband. Fehlerlos ist freilich niemand. Doch man muss über Fehler reden und im Idealfall zu diesen stehen können.

Der weitverbreitete Habitus unter den Schiris, zu nichts mehr Stellung zu beziehen, die Scheuklappen aufzusetzen, quasi unantastbarer Teil des Spiels zu sein, ist dabei jedenfalls der falsche Weg. Ohne Dialog wird die Kluft zwischen den „Parteien“ weiter wachsen – und traurige Exempel wie jener Wampersdorf-Abtritt werden nicht seltener werden.