Ein unrühmlicher Abschied. Alexander Wastl über den Rauswurf von Robert Haas.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 14. August 2018 (05:04)

Fünf Jahre lang hielt Traiskirchen an Robert Haas als Trainer fest – und dieser umgekehrt dem Verein die Treue. Und das durchaus erfolgreich: Unter Haas gelang der Aufstieg in die 1. Landesliga und in weiterer Folge die Etablierung in der Regionalliga Ost nach dem „Lizenzerwerb“ von Sollenau.

Mit Kontinuität auf der Trainerbank entwickelte sich Traiskirchen sukzessiv weiter. Offenbar nicht schnell genug – denn nun folgte nach nur zwei Runden in der neuen Saison die plötzliche Trennung. Der Verein wolle sich neu ausrichten, so einer der Hauptgründe. Haas nahm es sportlich, akzeptierte den Rauswurf, ohne Wirbel zu machen.

Dabei hätte Haas guten Grund dazu. Denn die Trennung dürfte einiges an Vorlaufzeit gehabt haben, sonst hätte man nicht umgehend einen „Kracher“ wie Ex-Bundesligatrainer Oliver Lederer als Nachfolger präsentieren können. Mit den letzten Ergebnissen hatte dies nichts mehr zu tun. Das Haas also jetzt noch die Vorbereitung und zwei Saisonspiele machen „durfte“, war vollkommen unnötig, kostete dem neuen Trainer mit der Mannschaft (sowie Haas selbst) wertvolle Zeit.

Nach fünf durchaus erfolgreichen Jahren in Traiskirchen hätte sich der nunmehrige Ex-Coach durchaus eine rühmlichere Trennung verdient.