Eine nationale Regionalliga. Über die Spitzensport-Debatte in Zeiten von Corona.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 07. April 2021 (01:45)

Die 2. Frauen-Fußballliga, die 2. Ligen bei Base- und Softball, die 2. Bundesliga beim Tischtennis: Sie alle dürfen unter dem Dogma des Spitzensports trainieren und spielen. Die Regionalliga muss warten, obwohl sie zweifelsohne näher in der Kategorie Spitzensport angesiedelt ist, als die oben genannten Beispiele. Für einige Spieler ist auch Drittliga-Fußball ihr Brotberuf.

Es gilt zu wissen: Die Phrase Spitzensport ist in Zeiten der Pandemie recht trügerisch, wenn nicht gar falsch. Viel mehr gilt: Österreichweite Wettbewerbe werden zugelassen, regionale nicht. Ein österreichweiter Wettbewerb ist bei Tischtennis, Frauenfußball und Baseball gegeben, bei den Regionalligen hingegen nicht.

Die Kriterien sind bekannt. Was es braucht, wenn die Regionalligen spielen wollen? Kreative Ideen, um ein österreichweiter Wettbewerb zu werden. Etwa ein Finalturnier der drei Regionalliga-Meister, um einen gesamtösterreichischen Drittliga-Meister zu küren. In diese Richtung argumentierte zum Beispiel der Baseballverband. Und dann brauchten auch die Ministerien gute Argumente, um zu den Regionalliga-Fußballern Njet zu sagen.