Eine schwache Rechtfertigung

Alexander Wastl über den falschen Schuldigen beim Spielabbruch in Berndorf.

Alexander Wastl
Alexander Wastl Erstellt am 13. November 2018 | 01:50
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Ob bei Sturm gegen St. Pölten oder dem WAC gegen Rapid: Diverse Schiedsrichterentscheidungen sorgten in der letzten Bundesligarunde für den einen oder anderen Aufreger.

So auch in der 2. Klasse Triestingtal, wo zwischen Berndorf und Baden die Fetzen flogen. Letztlich wurde das Spiel sogar abgebrochen, weil Baden-Spieler Ajradini von Berndorfs Co-Trainer einen Schlag kassierte.

Bei allen Meinungsverschiedenheiten waren sich die beiden Vereine aber in einem Punkt einig: Schiedsrichter Kadrija Dajic soll nicht unwesentlich dazu beigetragen haben, dass die Lage derart eskalierte. An dieser Stelle muss aber einmal Partei für den Unparteiischen ergriffen werden.

Ein Schiedsrichter mag dafür verantwortlich sein, Spieler mit Karten vor bösen Fouls zu schützen und mit seinen Entscheidungen ein faires Spiel zu garantieren. Doch egal, wie rabenschwarz der Tag eines Referees auch sein mag: Man kann ihn nicht für die Tätlichkeit eines Trainers gegenüber einem Spieler und einer anschließende Rauferei unter mehreren Kickern auch nur eine (Teil-) Schuld geben. Da ist jeder selbst in der Verantwortung.

Dem Schiri an solchen Entgleisungen eine Mitschuld zu geben, ist mindestens genauso schwach, wie die angebliche Leistung des Referees selbst.