Es braucht mehr als späte Tore. Über Kottingbrunns langen Weg zum Titel.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 24. September 2019 (01:01)

Was braucht es für einen Last Minute-Treffer? Glück, Ausdauer, Wille, Glaube – also ziemlich genau jene Eigenschaften, die am Ende der Saison auch einen Meister ausmachen. Und ziemlich genau jene Eigenschaften, die im Moment auch Kottingbrunn in der Landesliga verkörpert. Dementsprechend wenig überraschend kommen Last Minute-Erfolge wie gegen Mannersdorf und Scheiblingkirchen.

Doch in den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob Kottingbrunn tatsächlich das Zeug zum Meister hat. Denn der Jäger ist zum Gejagten geworden. Der Vorsprung auf die schärfsten Titelkonkurrenten aus Retz und Krems beträgt sechs, beziehungsweise sieben Punkte.

Klar Kottingbrunn muss nicht Meister werden, wie etwa Stripfing in der Vorsaison. Doch die Rolle des (Außenseiter-)Favoriten macht die Mission Meistertitel nochmals schwerer. Es war nicht zu erwarten, dass Kotting‘ zu dieser Saisonphase überlegener Tabellenführer ist. Dementsprechend fehlen auch wichtige Wochen, um sich auf diese Rolle einzustellen.

Zu verlockend wäre es sich auf dem flauschigem Polster auszuruhen. Macht die Haller-Elf das, dann ist sie nicht titelreif. Es geht darum Wille, Glaube und Ausdauer zu zeigen – Eigenschaften, die einen Meister über 30 Runden auszeichnen.