Fragezeichen hinter Trennung. Dominik Schneidhofer über den Brosig-Abgang in Pfaffstätten

Von Dominik Schneidhofer. Erstellt am 29. Januar 2019 (05:21)

Als Abstiegskandidat Nummer eins ging Pfaffstätten nach dem Aufstieg in die 1. Klasse in die Spielzeit. Die Generalprobe eine Woche vor Meisterschaftsstart gegen Landesligist Ortmann ließ Böses erahnen – sang- und klanglos schied Pfaffstätten mit 0:8 im Meistercup aus. Dem folgte ein klassischer Fehlstart: Nach einer 0:2-Pleite gegen Grimmenstein und einer 3:7-Klatsche gegen Pitten erfingen sich die Pfaffstättner aber – in der Folge musste sich die Brosig-Elf nur mehr den Titelkandidaten Weissenbach und Wiesmath geschlagen geben. Trainer Christian Brosig formte aus dem Aufsteiger einen zu fürchtenden Gegner.

Für den Tabellenfünften läge mit sieben Punkten Rückstand sogar noch das Aufstiegsrennen in Reichweite. Doch der unerwartete Rücktritt Brosigs mitten in der Vorbereitung lässt die Alarmglocken aufschrillen. Wieso verlässt ein erfolgreicher Trainer, der alle Kritiker eines Besseren belehren konnte, den Verein, wenn es laut Vereinsangaben weder finanzielle noch sportliche Gründe dafür gab? Entweder die Spieler, der Vorstand oder die unterschiedliche Zielsetzung müssen Brosigs Grund für die unrühmliche Trennung sein. Neo-Coach Andreas Maczko muss schnell wieder die Harmonie finden – sonst wird aus dem Pfaffstättner Höhenflug schnell eine Bruchlandung.