Erstellt am 10. Januar 2017, 02:35

von Alexander Wastl

Hallenfußball im Teufelskreis. Alexander Wastl, über die Abwärtsspirale bei den ASKÖ Bezirksmeisterschaften.

Erstmals seit über 25 Jahren gingen die ASKÖ Bezirkshallenmeisterschaften wieder an Ebreichsdorf. Ausgerechnet die 1b-Elf von Christopher Maucha aus der 1. Klasse schaffte es, den Bann zu brechen.

Eine kleine Sensation? Durchaus. Wirklich vom Hocker riss das aber Niemanden – weil auch kaum Zuseher den Weg in die Thermenhalle fanden. Während sich in früheren Zeiten noch um die 500 Fußballbegeisterte rund ums Parkett tummelten, weckt der traditionsreiche Hallenkick heute kaum noch Interesse. Das geht auch damit einher, dass gerade die höherklassigen Teams Hallenturniere eher als lästige „Pflicht“, denn als abwechselungsreichen Zeitvertreib während der Winterpause sehen.

Kottingbrunn sagte heuer ab, Traiskirchen spielte nur mit einer „C-Elf“ mit und denkt daran, im nächsten Jahr ebenfalls zu verzichten. Auch der Turniersieger trat eigentlich „nur“ mit der 1b-Truppe an.

Mehr und mehr stellt sich die Sinnfrage. Denn die ASKÖ Bezirksmeisterschaft befindet sich wie auchandere Hallenturniere in einem Teufelskreis. Die besseren Teams konzentrieren sich auf die Meisterschaft, sagen ab oder schonen ihre Spieler. Dadurch sinkt die Qualität und somit auch das Zuseherinteresse. Das macht wiederum die Teilnahme uninteressant.