In der Theorie klingt das gut. Über den Mitterndorfer Kampfmannschaftsrückzug.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 04. Juni 2019 (01:57)

Im Winter war es Hinterbrühl, im Sommer folgt der SV Mitterndorf: Die 2. Klasse Ost-Mitte „verliert“ neuerlich einen Verein. Die Hintergründe sind die selben: Der Abwärtstrend der Kampfmannschaft konnte nicht gestoppt werden, eine Mannschaft aufs Feld zu bekommen wurde zunehmend schwieriger und der finanzielle Aufwand zahlte sich nicht mehr aus.

Künftig soll es die Jugend richten. Mitterndorf hat eine funktionierende Jugendabteilung, stellt seit Jahren zwischen 9 und 13 Jugendmannschaften. Nach einer Saison KM-Pause soll der Jahrgang 2002 den SVM dann 2020 sozusagen „wiederbeleben“ und kommende Spielzeit noch als U18-Mannschaft darauf vorbereitet werden. Eine aus jungen Mitterndorfern bestehende Truppe, die mit einzelnen Routiniers verstärkt neu angreift? Theoretisch klingt das gut. In der Praxis könnte Mitterndorf dann aber rasch wieder die Realität einholen.

Die da heißt, dass sich die besseren Nachwuchskicker eher höherklassig orientieren werden und die übrig gebliebenen Youngsters auch mit dem (Kampfmannschafts-)Fußball der 2. Klassen zu kämpfen haben werden. Bleiben dann wieder die Ergebnisse aus, droht die selbe Negativspirale, die Mitterndorf aktuell dazu veranlasst hat, seine Kampfmannschaft zurückzuziehen.