Meistertitel als Stimmungskiller. Über das vorhersehbare Ende der Ära Ristic in Ebreichsdorf.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 03. März 2020 (01:30)

Der ASK Ebreichsdorf und Trainer Zeljko Ristic werden sich mit Saisonende trennen. Der 42-Jährige wurde in der ersten Saison Vize-Meister, im vorigen Jahr holte er mit seiner Truppe den historischen Regionalliga-Titel und auch aktuell liegt man wieder unter den Top-Drei. Als Außenstehender ist die Frage berechtigt: Warum endet diese erfolgreiche Zusammenarbeit schon nach drei Jahren?

Die Antwort ist etwas verblüffend: Der Meistertitel. Warum? Ristic hatte binnen kürzester Zeit alles erreicht, was es aktuell mit Ebreichsdorf zu erreichen gibt. Dem Aufstieg in die 2. Liga erteilte der Verein eine Absage und dieser wird auch in naher Zukunft kein Thema sein. Gleichzeitig ist Ristic ein „Getriebener“, der sportlich stets vorankommen will, mit seiner Mannschaft immer die nächstmögliche Stufe erklimmen möchte.

Das war nach dem Titelgewinn schwierig: Teile der Mannschaft sind „gesättigt“, haben mit dem Titelgewinn in der Ostliga den Höhepunkt in ihrer Karriere erreicht. Das passte nicht mehr zusammen.

Der Meistertitel war also ein Rausch an Glückshormonen und Stimmungskiller zugleich. Denn mit der Übergabe des Tellers bekamen die Art und Weise seiner Arbeit und Ristic selbst ein konkretes Ablaufdatum verpasst.