Mut braucht Konsequenz. Über Traiskirchens radikalen „Cut“.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 23. Juli 2019 (01:35)

Was in den letzten Tagen bei den Traiskirchen Lions passierte, hatte durchaus Zündstoff. Jugend-Obmann Albert Handler orientierte sich beruflich um, von Manager Stefan Höllerl trennte sich der Verein. Und die Mannschaft der Vorsaison droht auseinander zu bröckeln. Jozo Rados und Benedikt Güttl sind schon weg. Bei Benedikt Danek scheint eine Einigung nicht unmittelbar bevorzustehen – gelinde gesagt.

Obmann Ernst Nemeth bleibt trotz allem ruhig. Er will sportlichen Misserfolg in Kauf nehmen, um den Verein auf gesunden Beinen zu halten – das klingt vernünftig. Das Konzept ist mutig, wie es für einen „Löwen“ gehört. Dem eigenen Nachwuchs wird vertraut. Das wird ein langer und unsicherer Weg. Ob die Lions je an Erfolge alter Tage anschließen können, ist ungewiss. Und die Fans warten ohnehin schon lange. Den letzten Titel gab‘s 2000.

Erfolg in den nächsten ein, zwei, drei Jahren könnte wohl nur ein großer neuer Sponsor bringen. Nach diesem hält Nemeth auch Ausschau. Ein Allheilmittel ist das freilich nicht. Auch dann kann nur mit nachhaltiger Nachwuchsarbeit langfristiger Erfolg gesichert werden. Der jetzt eingeschlagene Weg ist nur dann mutig und richtig, wenn die Verantwortlichen auf diese Prämisse zu keinem Zeitpunkt vergessen.