Namen kein Qualitätssiegel. Alexander Wastl über die Krise des ASK Kottingbrunn.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 12. September 2017 (03:29)

Marvi Konci, seit Jahren einer der besten Spielmacher in der Landesliga. Arvedin Terzic und Matthias Lindner, die beide den SC Wiener Neustadt auf ihrer Visitenkarte stehen haben. Marian Hád, vierzehnfacher slowakischer Teamspieler.

Nicht nur in Kottingbrunn waren die Erwartungen aufgrund der namhaften Verstärkungen, die man im Sommer tätigte, hoch. Nicht wenige Trainer der Liga reihten den ASK in den Top Drei ein. Bei diesen Namen kein Wunder.

Den Negativlauf wollte man anfänglich gar nicht wahrhaben. Unmöglich und unerklärlich, bei dieser (namhaften) Qualität. In Kottingbrunn ließ man sich von den Namen, die man in den eigenen Reihen stehen hat, selbst blenden.

Nach sechs Runden, keinem Punkt und nur einem erzielten Treffer bleibt aber kein Ausweg mehr, als der bitteren Realität ins Auge zu sehen. Kottingbrunn steckt im Abstiegskampf, die Namen hielten bisher nicht die Qualität, die sie versprachen. Die Haller-Truppe muss sich derzeit auch den „No Names“ der Liga geschlagen geben, weil diese in den für den Erfolg wesentlichen Dingen einfach besser sind.

Es geht um die Überwindung der eigenen Schmerzgrenze, Zusammenhalt und Zielstrebigkeit. Und dafür bürgen Namen alleine nicht.