Nur offiziell „untauglich“. Über Ebreichsdorfs fehlende Lizenz.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 28. Mai 2019 (01:10)

Die Ebreichsdorfer Erfolgsstory hat mit dem Meistertitel in der Regionalliga Ost ihr nächstes Kapitel – und vorerst auch ihr letztes. Mehr geht nicht, Ebreichsdorf steht an, den Sprung in die 2. Liga kann bzw. will man nicht wagen.

Zu viele Auflagen und ein zu hohes finanzielles Risiko für einen sportlich nicht sonderlich attraktiven Aufstieg: Ebreichsdorf kann gewisse Kriterien für die Bundesliga-Lizenz einfach nicht erfüllen. Was Ebreichsdorf hingegen kann: Mit weniger Input (Geld) als einige andere Ostliga-Vereine mehr Output (Meistertitel) erreichen, sich ohne (finanziell) verrückte Dinge sukzessive sportlich weiterentwickeln, Gehälter verlässlich ausbezahlen oder mittlerweile schon im Saisontakt Spieler (die man selbst gescoutet und gefördert hat) in höhere Ligen hieven – um nur einige Dinge zu nennen.

Auch wenn Ebreichsdorf das offizielle „Pickerl“ – die Lizenz – für die Bundesliga fehlt, vor allem infrastrukturelle Rahmenbedingungen ein Stolperstein sind: Inoffiziell ist die (ehrenamtliche) Vereinsarbeit von „Chef“ Wolfgang Martinschitz und seinem Team zweifelsohne bundesligatauglich. Denn mit den oben angeführten Leistungen, hat man dem einen oder anderen Bundesligisten sogar etwas voraus.