Philosophie als größter Trumpf. Über das Selbstverständnis des ASK Bad Vöslau.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 17. September 2019 (01:34)

Der ASK Bad Vöslau führt weiterhin die Tabelle der 2. Landesliga Ost an. Der Rückschlag in Sierndorf war schnell verkraftet, beim Sieg über Eggendorf präsentierte sich die Dukic-Elf gewohnt dominant.

Einer der Zaungäste: Brunn-Coach Schiener, der mit seiner Truppe auch als Titelanwärter startete, den Erwartungen aber hinterherhinkt. Was Schiener anerkennen musste: „Vöslau hat ein ungemeines Selbstverständnis, sie ziehen ihr Spiel ohne jeden Zweifel durch.“ Schiener sprach damit einen wichtigen Punkt an. Denn dass Vöslau top in eine Saison startet, ist nichts Neues. Das sah man auch letzte Saison oder 2016/2017. Doch es folgten jeweils mehr oder weniger unerklärliche Einbrüche. Qualität war schon immer da, doch eines hat sich maßgeblich geändert: die Philosophie. Der von Thomas Darazs implementierte und nun von Darko Dukic fortgesetzte Ballbesitz-Fußball verpasste der Truppe ein neues Selbstbild. Vöslau geht in jede Partie mit der Einstellung: Wir bestimmen das Geschehen, wir sind besser. Daran ändern auch Rückstände oder Niederlagen nichts. Jedes Tor und jeder Sieg – von denen es seit Darazs‘ Amtsantritt im Spätherbst 2018 einige gab – stärken die Mannschaft in diesem Glauben.

Mit der neuen Philosophie als Trumpf, wirkt Vöslau reifer denn je für den Wiederaufstieg.