Saison aus dem Bilderbuch. Alexander Wastl über Ebreichsdorfs drittes Jahr in der Regionalliga.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 29. Mai 2018 (02:37)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr

Blickte man nach dem Spiel gegen die Admira Juniors so in die Gesichter der Ebreichsdorfer Mannschaft und Betreuer, man hätte fast glauben können, der ASK wäre abgestiegen.

Dem war natürlich nicht so, doch der Stachel saß nach dem (auf diese Art und Weise) verpassten Meistertitel zumindest kurzfristig ähnlich tief. Verständlich, der Verein hätte einer außergewöhnlichen Saison das Sahnehäubchen verpassen können. Dennoch darf die zermürbende letzte Runde nicht darüber hinwegtäuschen, was Ebreichsdorf die restliche Saison über geleistet hat.

Zum einen verlangte man mit der Austria einmal mehr einem Top-Bundesliga-Klub im Cup alles ab, auch wenn es am Ende nicht für den Aufstieg reichte (3:4 n.E.). Zum anderen pulverisierte man den Punkteschnitt pro Ligapartie aus den ersten beiden Regionalliga-Jahren: Unter Trainer Zeljko Ristic – seit Sommer im Amt — kletterte dieser von 1,46 auf 2 an. Und dann wäre da noch Sebastian Bauer: Nach Christoph Monschein und Goran Djuricin der nächste Akteur, den man innerhalb der letzten zweieinhalb Jahren in die Bundesliga hievte.

Der Meistertitel wäre freilich das perfekte Ende eines weiteren Ebreichsdorfer Märchens gewesen, eine Saison aus dem Bilderbuch war es aber auch trotz dieses Ausgangs.