Überraschung mit Diskussion. Über die Trainingserlaubnis des LAZ.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 03. Februar 2021 (01:34)

Fast aus allen Wolken fiel LAZ Industrieviertel-Leiter Christoph Plasch-Tiefenbrunner, als er in der Vorwoche erfuhr, dass die Landesausbildungszentren mit Anfang Februar, sprich seit Montag, trainieren dürfen. In einem positiven Sinn natürlich. Die Freude überwiegt. Doch wer Privilegien bekommt, der zieht Neider an.

So kam die Öffnung bei vielen Vereinen und deren Nachwuchs nicht gut an. Die Regierung, das Ministerium, der Verband, jeder der diese Öffnung durchgewunken hat, macht eine Zweiklassengesellschaft auf. Denn ein zwölfjähriger LAZ-Kicker darf trainieren, während sein Vereinskollege, der nicht im LAZ ist, zum Heimtraining verdammt ist. Eigentlich ist es eine drei Klassengesellschaft, weil die Akademien als Kategorie Spitzensport nie ein Trainingsverbot hatten.

Die Kritik ist teilweise berechtigt. Aber: Es muss jedem bewusst sein, dass es kleine Öffnungsschritte in allen Bereichen braucht, um in der Corona-Situation nicht die Kontrolle zu verlieren. Deshalb sollte es statt Neid einen Appell Richtung LAZ geben: „Seid gewissenhaft, damit wir in zwei, drei Wochen auch dürfen.“