Wer hat hier das Sagen?. Über das Teesdorfer Kommunikationsdesaster

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 21. Januar 2020 (01:22)

Schlechte Kommunikation ist etwas Alltägliches. Die schlechte Kommunikation beim ATSV Teesdorf ist allerdings kein bloßer Fauxpas, sondern wirft eine ernste Frage auf. Wer hat hier das Sagen?

Der WhatsApp-Rauswurf von Trainer Michael Schmidt war nicht die feine Englische. Und: Der ATSV hat daraus anscheinend nicht gelernt. Auch den Spielern Rade Kalinov, Dean Hadari und Josip Batinic wurde das Aus via Textnachrichten mitgeteilt. Wer hier wann, wie telefonisch erreichbar war, darüber scheiden sich die Geister – das ist bei dieser Causa aber auch nicht das Entscheidende.

Entscheidend ist, wer die Spieler von der Trennung informiert hat. Das war Mario Lasinger. Jemand, der (noch) keine offizielle Funktion beim Verein innehat. Er greift den Teesdorfern mit seiner Erfahrung als Sportchef unter die Arme – löblich. Doch mit dem Rauswurf hat er Befugnisse überschritten.

Obmann Alois Heissenberger hätte in dieser Situation Verantwortung übernehmen müssen und als Vereinsoberhaupt die Spieler über die schwierige finanzielle Lage, so wie später von der Trennung in Kenntnis setzen müssen. Was es in Zukunft braucht: Eine verstärkte interne Kommunikation, deren Entscheidungen geschlossen und adäquat nach draußen getragen werden.