Ziel früh aus den Augen verloren. Alexander Wastl über Bad Vöslaus gescheiterte Ambitionen.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 10. Oktober 2017 (05:34)

„Ich will jedes Jahr Meister werden“. Die Ansage von Bad Vöslaus Sektionsleiter Mihaly Varga bleibt eigentlich von Jahr zu Jahr dieselbe.
Der Ansatz ist verständlich. Als Verein, Trainer und Spieler will man natürlich immer erfolgreich sein. Auch heuer wollten die Thermalstädter wieder eine gewichtige Rolle im Titelkampf spielen. Die Hoffnungen waren berechtigt. Die Mannschaft der letzten Saison wurde zusammengehalten und gezielt verstärkt.

Nach dem ersten Drittel der Saison bleibt aber nur, dass Vöslau bereits neun Punkte auf Spitzenreiter Mannersdorf fehlen. Überhaupt hatten die Vöslauer seit dem Abstieg aus der 1. NÖN Landesliga (2014) nie weniger Punkte nach neun Runden am Konto als in der aktuellen Saison. Die Ausfälle von Leistungsträgern wie Kandler oder Steingassner sind sicher ein Mitgrund. Es krankt an der Offensive, die Torausbeute ist zu schwach, um ernsthaft ein Wörtchen um den Titel mitreden zu können.

Natürlich könnte der ASK im Winter nachrüsten. Das wäre aber nur sinnvoll, wenn man den Abstand zur Spitze bis zur Halbzeit noch merklich verkürzen kann. Wahrscheinlicher ist aber wohl leider, dass die Vöslauer akzeptieren müssen, ihr Ziel bereits sehr früh aus den Augen verloren zu haben.