Zwei Signale der Schönauer. Stefan Jedlicka über das Nein zum Verladebahnhof bei Schönau.

Von Stefan Jedlicka. Erstellt am 18. Mai 2015 (07:56)
Es ist eine höchst unangenehme Situation, in der sich Bürgermeisterin Brigitte Lasinger nach der sonntäglichen Volksbefragung in Schönau befindet.



Denn das Ergebnis lässt zwei Rückschlüsse zu: Einerseits legt eine Beteiligung von gerade einmal 39 Prozent nahe, dass der geplante Verladebahnhof für Schutt vom Bau des Semmeringbasistunnels nicht allzu viele Schönauer zu bewegen scheint. Nicht unverständlich, denn das Areal liegt eigentlich näher bei Sollenau und dort sind auch eher spürbare Auswirkungen zu erwarten.

Andererseits ist eine Mehrheit von fast zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen ein so klares Votum, dass man nun nicht einfach so tun könnte, als ob das alles keine Relevanz für die Entscheidung der Gemeinde hätte. Bindend im Sinne einer definitiven Ablehnung wäre die Befragung nur bei einer Beteiligung von mehr als 50 Prozent der Schönauer gewesen.

Für den Gemeinderat kann die Entscheidung aufgrund des klaren Abstimmungsergebnisses aber auch so eigentlich nur noch „Nein“ zur Verpachtung des Güterweges lauten.