Mikl-Leitner fühlte Badens Wirtschaft den Puls. Bei Treffen mit Unternehmern und Arbeitnehmervertretern, erklärte die Landeschefin, die Krise heute bekämpfen zu wollen und dabei auch an das Morgen zu denken.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 21. Oktober 2020 (05:55)
Elke Novak, Axel Nemetz, Johanna Mikl-Leitner, Günter Steurer, ÖVP-Landesgeschäftsführer Gerhard Ebner und Margot Paar.
Fuhrmann

VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner tourt in nächster Zeit durchs Land, um Gespräche mit Unternehmern, Arbeitnehmervertretern, Meinungsbildnern und Gemeindeverantwortlichen zu führen, um „um zu erfahren wo der Schuh drückt“. Bei einem gemeinsamen Termin waren nun aus Stadt und Bezirk Baden die Unternehmer Axel Nemetz vom At the Park Hotel, Günter Steurer von der Steurer Baugesellschaft mbH, Elke Novak von der Firma Kultshirt und die Arbeitnehmervertreterin Margot Paar dabei.

„Nach dem ersten Schock des Lockdowns haben wir es zum Glück sehr schnell geschafft, uns neu zu organisieren. Wir waren eines der wenigen Hotels, die während der Lockdown-Phase in Niederösterreich geöffnet war – wir haben Zimmer den Mitarbeitern der Landeskliniken Baden und Mödling zur Verfügung gestellt. Dennoch verzeichnen wir einen Rückstand von rund 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, beschrieb Hotelier Axel Nemetz.

„Es war zu Beginn des Lockdowns eine große Unsicherheit da, was jetzt erlaubt ist und was nicht. Wir hatten Probleme im grenzüberschreitenden Verkehr, weil Mitarbeiter nicht über die Grenze durften“, betonte Günter Steurer. Elke Novak berichtetete von Umsatzeinbrüchen von 50 Prozent, „da aufgrund der Einschränkungen im Sport und Eventbereich, ebenso bei der Arbeitsbekleidung unsere Kunden einfach weniger bestellen. Die Stimmung ist natürlich gedämpft, aber wir sind zuversichtlich, dass das nächste Jahr besser wird“, erzählt Novak.

Und Arbeitnehmervertreterin Margot Paar betont: „Die Mitarbeiter haben viele Sorgen. Die Maskenpflicht ist zwar wichtig, für den einzelnen Mitarbeiter kann sie aber, vor allem im Verkauf, auch sehr belastend sein.“

Mikl-Leitner zeigte sich überzeugt, dass man die Coronakrise überwinden werde. Ihr Appell laute: „Gemeinsam aus der Krise. Miteinander in die Zukunft“.

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